Ich bin der Eyhof
Ich bin der Eyhof - ein Raum für Möglichkeiten, ein Teil der Genossenschaftssiedlung Zürich, ein offenes Kapitel, das jeden Tag neu geschrieben wird. Ein Teil einer genossenschaftlichen Siedlung in Zürich Albisrieden.
Ich bin das Dorf in der Stadt, eine verkehrsberuhigte grüne Oase, die ihre Arme weit ausbreitet – zwischen dem Puls der Innenstadt, die man mit dem Velo in wenigen Minuten erreicht, und dem kühlen Schatten des Uetliberg-Waldes.
- Ob mit rauschenden Inlineskates, rumpelnden Leiterliwagen oder mit flitzenden Bällen, für gute Stimmung ist stets gesorgt.
- Klein und Gross besuchen einander, Kinder werden in Empfang genommen, wenn Eltern noch unterwegs oder beschäftigt sind. Und die Seniorinnen und Senioren werden mit Hilfeangeboten durch die jüngeren Bewohnerinnen und Bewohner förmlich verwöhnt.
- Aus dem Untergeschoss dringt das geschäftige Surren der Werkstattgruppe, die sich gerade einen wunderbaren Raum einrichten darf.
- Die Obstbaumgruppe widmet sich den Neupflanzungen ihrer Bäume, die in ein paar Jahren den Schatten von morgen spenden werden.
- Die Gartengruppe schaufelt kräftige Komposterde, sammelt Schnecken ein, erntet ab und zu auch mal und schafft Ergänzung in biodiversen Flächen.
- An warmen Sommerabenden schweben die Mauersegler in rasanten Formationen über den Eyhof und bereichern mit ihren Rufen die Stimmung des Sommers.
- Da ist die Siko, die bemüht ist, dass es allen gut geht und die sich beispielsweise einsetzt für Kinderaktivitäten, Seniorennachmittage, Kino und die Betreuung des Gästezimmers. Und sie sorgt auch für Ordnung in der Siedlung, so dass ich als Eyhof mich von meiner besten Seite zeigen kann.
- Da ist Hugo, unser ältester Bewohner und das Gedächtnis der Siedlung. Er ist oft anzutreffen bei den Spaziergängen durch die Siedlung und stets für einen Schwatz zu haben.
- Da ist auch Mona, die sich leidenschaftlich gegen Verschwendung einsetzt, indem sie wertvolles Essen rettet und in der Gemeinschaft verteilt.
- Im Herbst verwandelt sich der Eyhof-Platz an Halloween in eine wunderschöne Kulisse, bevor im November der Räbeliechtliumzugals stiller Höhepunkt des Winters ein leuchtendes Band aus geschnitzten Kunstwerken durch die schmalen Wegeziehen lässt
- Selbst im tiefsten Januar bleibt es gesellig: Dann treffen wir beiGlühwein und Bratwurst an den Garagenboxen aufeinander, um der Kälte mit gemeinschaftlicher Wärme zu trotzen.
- Der Flohmi-Chat, mit über 100 Mitgliedern, ist weit mehr als nur ein Medium gegen die Wegwerfgesellschaft. Er ist mein digitales Herzstück für nachbarschaftlichen Austausch – ein Ort für Freude und geteilten Missmut, für das Suchen und Finden von Dingen, die in einem Haushalt nicht mehr gebraucht, in einem anderen geschätzt werden.
- Jeden letzten Freitag im Monat, wenn die Feuerschale in meinem Eyhof-Zentrum knistert, bin ich da für all die Geschichten, die hier geteilt werden.
- Wenn das Fest zum längsten Tag des Jahres naht, verwandle ich mich komplett und zeige, was in mir steckt: Dann stehen hier lange Tische, zwei Feuerschalen und etliche Grills. So biete ich Raum für gemeinschaftlichen Austausch, wo neue Ideen geboren werden.
- Ich bin der Ankerpunkt für eine lebendige Nachbarschaft und genossenschaftliches Geschehen und sicher, dass es mehrere von meiner Sorte bräuchte in Zürich.
Als Teil einer genossenschaftlichen Siedlung lebe ich davon, dass Menschen mich mitgestalten. Dass Ideen hier Platz finden, Hände anpacken und aus Nachbarschaft Gemeinschaft wird. Nur so bleibe ich, was ich bin: ein Raum für Begegnung und Möglichkeiten.