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Unkompliziert und mit Verständnis

Eigentlich wollte man nur kurz aus dem Haus, sieht dann aber jemanden im Treppenhaus, sagt schnell «Hoi» – und bleibt hängen. Das passiert in der Siedlung Gossau öfters.

Die zwei Häuser mit je zwölf Parteien liegen direkt am Waldrand. Viele Familien mit vielen Kindern wohnen hier, die viel Bewegung in die Siedlung bringen. Einen Spielplatz gibt es zwar, aber der ist gar nicht der wichtigste Ort. Wenn es nämlich schön ist, treffen sich so gut wie alle in der Spielstrasse draussen.

Vieles läuft unkompliziert und mit Verständnis füreinander. Wenn beispielsweise jemand kurz weg muss, schaut jemand anderes auf die Kinder. Auch bei den zwei regelmässig stattfindenden Anlässen im Jahr ist es ähnlich: Weihnachtsapéro und Sommerfest – es sind fast immer alle dabei und jede und jeder bringt etwas mit. Am letzten Sommerfest hat eine Bewohnerin mit den Kindern eine Schatzsuche gemacht, damit die Eltern auch mal kurz durchatmen konnten.

Und dann sind da noch die Hochbeete. Die Idee kam auf, als der Vorstand von einer anderen Siedlung erzählte. Unter der Bewohnerschaft wurde schnell klar, dass solche Hochbeete auch etwas für Gossau wären. Ein Fachspezialist half bei der Platzierung, und wer wollte, konnte ein Beet übernehmen. Man kümmert sich um sein eigenes Hochbeet, und trotzdem hat das Gärtnern etwas Gemeinschaftliches.

 

Was in Gossau gut funktioniert, hat viel mit Gemeinschaft zu tun.

Dass jeder und jede etwas mitbringt, wenn gefeiert wird, dass man sich kurz aushilft beim Aufpassen auf die Kinder und dass aus einem schnellen « Hoi» im Treppenhaus manchmal ein längeres Gespräch wird.

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