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Die gute Seele im Hintergrund

David Stephan verbringt jeden Tag hier und ist, als Hauswart der Siedlung Kloten, so etwas wie die gute Seele im Hintergrund.

Es war ein frischer Morgen im Mai 2021, als David Stephan seine Arbeit in der Siedlung Kloten antrat. Die Temperatur knapp über dem Nullpunkt, aus dem nahen Hardwald stieg wohl Nebel auf. Die Gebäude von Bramen A und Bramen B waren seit zehn und zwölf Jahren in Betrieb, und die Abbrucharbeiten für den dritten Siedlungsteil, Bramen C, standen noch bevor.

Seither hat sich hier viel verändert – ein Wandel, den der Hauswart mit Freude verfolgt. «Mit der Zeit ist deutlich mehr Leben eingezogen. Am Anfang war vieles noch ruhig und neu, heute ist die Nutzung intensiver und die Ansprüche der Bewohner sind teilweise gestiegen.»

Als Hauswart ist David Stephan das Gesicht der Geschäftsstelle in der Siedlung. Er ist der erste Ansprechpartner vor Ort und steht ab der Schlüsselübergabe mit allen Bewohnerinnen und Bewohnern in Kontakt.

Ein typischer Arbeitstag beginnt um 7.00 Uhr. Bei einer Tasse Kaffee geht er die Reparaturmeldungen durch, die via E-Mail angekommen sind. Er koordiniert die Aufgaben, macht Termine ab. Danach startet er seine Rundgänge durch die Siedlung: Neben allgemeinen Unterhaltsarbeiten prüft er technische Anlagen wie Lüftung, Heizung, Elektroverteilung und Wasseraufbereitung. Auch bei der jährlichen Entrümpelungsaktion ist er im Lead. 2025 konnten so einige ausrangierte Velos an die Stiftung Wisli übergeben werden.

Und dann sind da natürlich die Spielplätze, auf denen geturnt, gegraben und geschaukelt wird. Hier ist es sein Job, sicherzustellen, dass alles in Ordnung ist – vom Sandkasten bis zur Schaukel. «Kinder auf den Spielplätzen und Begegnungen im Hof waren klare Zeichen, dass die Siedlung angekommen ist», sagt der Hauswart.

Die Nachbarschaft hat sich etabliert, man hilft einander. Die Familien wechseln sich mit der Kinderbetreuung ab, etwa beim Mittagstisch. «Das finde ich cool», sagt er.

Was braucht es, damit sich die Bewohnerinnen und Bewohner im Bramen besser kennenlernen? Anlässe, an denen man einander trifft – und von denen gibt es dank einer aktiven Siedlungskommission viele. Den Bramen-Grill, eine Waldputz-Aktion, den Samichlaus-Abend etc.: Damit hält die Bramen-Siko auch David Stephan auf Trab. Denn er stellt die Infrastruktur bereit – von den Festbänken bis hin zu Strom und Licht.

Die Wohnungen des Bramen C wurden 2025 bezogen. Viele neue Bewohnerinnen und Bewohner sind angekommen. Gut, dass es so viele Gelegenheiten gibt, einander kennenzulernen. Damit alle auf dem Laufenden sind, hat die Siko diverse WhatsApp-Kanäle und eine eigene Website ins Leben gerufen. In der Bramenring-Community informiert die Siko über Neues aus der Siedlung. Und für den Austausch untereinander hat die Siko den Gruppenchat «Bramenring» eingerichtet.

Wer schon länger hier wohnt, sehe den Bramen C noch mit einer gewissen Skepsis, beobachtet David Stephan. Und mit einem Lächeln fügt er an:

«Es braucht nun definitiv den nächsten Bramen-Grill im Sommer.»

David Stephan

Solche kleinen Traditionen sind wertvoll, damit eine Gemeinschaft zusammenwachsen kann. Wer einmal miteinander am Grill gestanden ist, begegnet sich auch im Siedlungsalltag anders.

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