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Wenn Nachbarschaft nach Italien klingt

In Affoltern am Albis lebt Livio Peterer mit seiner Frau Dominique und ihren zwei Kindern (9 und 11 Jahre) in einem Block mit 16 Parteien. «Wir sind nicht die typische Genossenschaftssiedlung, sondern ein Genossenschaftshaus», sagt er.

Viele sind stark eingespannt, es gibt alleinstehende Bewohnerinnen und einige Paare, die viel arbeiten. Kontakt entsteht vor allem dort, wo sich der Alltag überschneidet – bei den Familien mit Kindern. «Unsere Kinder gehen zusammen in die Schule, dadurch gibt es natürlich Austausch.» Was jedoch bis vor kurzem neben dem kleinen feinen Spielplatz gefehlt hat, war ein schöner Sitzplatz. Ein Platz, wo man sich begegnet – nicht nur kurz, sondern richtig nachbarschaftlich. Gerade auch aus der älteren Generation kam der Wunsch nach einem schattigen Sitzplatz, an dem man verweilen kann.

Nur ein paar Meter daneben steht ein anderes Haus, in dem Nachbarschaft anders gelebt wird. Man hört Stimmen, Lachen, manchmal Musik. «Dort scheint es lebendiger zuzugehen – es wird draussen gefeiert, zusammen gegessen», sagt Livio Peterer. Ein Stück südliches Lebensflair weht vor allem in den sonnigen Monaten herüber. «Wir nennen es das Italienerhaus, obwohl wir nicht sicher sind, ob überhaupt alle Bewohnerinnen und Bewohner darin einen italienischen Hintergrund haben, aber es klingt von aussen so», sagt Livio Peterer.

«Dort scheint es lebendiger zuzugehen – es wird draussen gefeiert, zusammen gegessen»

Diese Lebendigkeit hat etwas in Bewegung gebracht – oder besser gesagt: sie hat den Wunsch nach einem gemeinsamen Ort an dem Nachbarschaft gelebt wird noch verstärkt. So entstand die Idee eines gemeinsamen Sitzplatzes inklusive einer Pergola. Diese Idee trifft auf ideale Bedingungen: Seit kurzem gehört auch das Nachbargrundstück der Baugenossenschaft Schönheim.

Seit November 2025 steht dort nun eine Pergola, daneben wächst eine Wiese heran. Noch ist vieles im Entstehen, auch die Begegnungen sind es noch. «Während der Wintermonate war der Austausch eher selten, doch mit den wärmeren Temperaturen kommen wieder mehr Möglichkeiten – für Begegnungen, Gespräche und spielende Kinder auf der Wiese», sagt Livio. Und vielleicht klingt Nachbarschaft hier bald nicht mehr nur aus einem Haus – sondern gemeinsam. Ein bisschen lebendiger, ein bisschen näher – und vielleicht auch ein bisschen italienischer.

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