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Ein Stück heile Welt für Jung und Alt

Wer von der Landseite her auf Uster blickt, sieht zuerst die neuen, grossen, dicht aneinandergereihten und modernen Überbauungen. Erst auf den zweiten oder dritten Blick, fast ein wenig versteckt – die drei im 1949 bis 1952 erbauten Häuser, die Siedlung Uster Zelg.

Wer von der Landseite her auf Uster blickt, sieht zuerst die neuen, grossen, dicht aneinandergereihten und modernen Überbauungen. Erst auf den zweiten oder dritten Blick, fast ein wenig versteckt – die drei im 1949 bis 1952 erbauten Häuser, die Siedlung Uster Zelg. Sie wirkt beinahe schon wie aus einer anderen Zeit. Nicht spektakulär, nicht luxuriös – und gerade deshalb so speziell. Während rundherum verdichtet und erneuert wird, ist hier etwas geblieben:

Ein Stück alte Welt im modernen, urbaner werdenden Uster.

«Unsere Siedlung wirkt von aussen betrachtet schon fast ein bisschen wie ein gallisches Dorf, das aus der Zeit gefallen ist», meint David Schär, Siedlungskommissionsmitglied von Uster Zelg.

In dieser kleinen Siedlung kommen am Nachmittag die Kinder vom Schulhaus Niederuster zurück. Gerade mal fünf Minuten Fussweg, ein vertrauter Weg für die kleinen Beinchen. Doch nicht nur für sie: Manche der älteren Bewohnerinnen und Bewohner der Siedlung Uster Zelg sind diesen Schulweg vor Jahrzehnten selbst gegangen, ins selbe Schulhaus «Niederuster».

Grosseltern, Eltern und Kinder leben in der Siedlung Uster Zelg nahe beieinander. Man kennt sich, man grüsst sich, und generationenübergreifendes Wohnen ist hier kein Konzept, sondern gelebter Alltag. Zwischen den drei Häusern liegt der Spielplatz, wo Kinder spielen und Rentner sich über die Balkone unterhalten. Das Leben auf diesem Fleckchen heile Welt findet ganz selbstverständlich und generationsübergreifend statt. Ein Beispiel ist der Gemeinschaftsgarten in Uster Zelg: Die Bewohnerinnen und Bewohner organisieren sich selbst ganz nach dem Motto «Wer mag, der pflanzt» und «wer zu viel Ernte hat, teilt». So kommt es nicht selten vor, dass frisches Gemüse oder Kräuter in einem der Treppenhäuser liegen.

Als David Schär vor gut 26 Jahren mit seiner Familie hier einzog, waren die Wohnungen in der Siedlung Uster Zelg wenig gefragt. Zu einfach, zu wenig modern. Heute sind sie begehrt, denn darin sind sich Bewohnerinnen und Bewohner alle einig: Wo sonst findet man heutzutage noch ein solch persönliches Wohnambiente, in nächster Nähe zum Greifensee, mit Weite und Naturnähe vor der Haustür? Ein paar Schritte weiter beginnt das städtische, moderne, dichter gewordene Leben. Die Siedlung Uster Zelg ist klein geblieben – ein stilles Fleckchen alte Welt, in dem die Generationen von gestern und heute miteinander leben.

Zur Siedlung Uster Zelg