Zwischen Waschküchengesprächen und gelebter Nachbarschaftshilfe
Im Doppelblock in Geroldswil kennen sich die Bewohnerinnen und Bewohner und haben einen angenehmen Umgang miteinander. Man trifft sich immer mal wieder im Treppenhaus oder in der Waschküche und hat einen spontanen Schwatz miteinander. Vor allem in der Waschküche werden ganze Lebensgeschichten ausgetauscht.
Teresa Grüniger wohnt seit vier Jahren in Geroldswil und wurde damals freundlich aufgenommen. Seit kurzem ist sie selbst Teil der Siedlungskommission und ist gespannt darauf, was die Aufgabe in Geroldswil mit sich bringen wird. «Was mir wichtig ist in diesem Amt, ist, dass ich Krankenbesuche mache sowie versuche Hilfe anzubieten, wenn Bedarf da ist. Zudem möchte ich, dass neue Mitbewohnerinnen und Mitbewohner so herzlich willkommen geheissen werden, wie ich es damals wurde», meint sie.
Die Nachbarschaftshilfe funktioniert echt gut in Geroldswil. Man ist füreinander da und schaut zueinander. «Kürzlich bekam ich beispielsweise ein Telefon: Im Haus 7a rieche es nach Rauch. Zwei Mädchen waren alleine zuhause und hatten Angst, weil es komisch roch. Sie riefen ihre Mutter an, und diese kontaktierte mich. Ich ging sofort nachschauen – am Ende stellte sich heraus, dass bei einer anderen Mieterin etwas angebrannt war.» Aber auch im Alltag zeigt sich dieses Miteinander und Füreinander: Bei Abwesenheiten schauen die Nachbarinnen und Nachbarn, dass Blumen gegossen, Briefkästen geleert und Wohnungen im Blick behalten werden.
In Geroldswil funktioniert die Gemeinschaft im Alltag.
Geprägt hat die Bewohnerinnen und Bewohner eine zweieinhalbjährige Baustelle, die allen viel Energie abverlangt hat. Es war eine anstrengende Zeit, aber eine, in der man noch mehr zusammengewachsen ist. Man hat sich gegenseitig unterstützt, vor allem mental – hat zugehört, mitgefühlt und sich durch diese Phase getragen.
Man merkt: In Geroldswil funktioniert die Gemeinschaft im Alltag – sei dies beim spontanen Schwatz in der Waschküche, beim gegenseitigen Unterstützen während der langen Baustellenzeit oder in Momenten, in denen jemand hinschaut, wenn es seltsam riecht.